Irgendwann ist es bei jedem soweit oder wieder soweit.

Du brauchst deinen Lebenslauf und bist dir unsicher, wie du diesen aufbaust, was rein gehört oder ob dein bereits erstellter Lebenslauf auch gut ankommt.

 
 

 

 

Warum solltest du dir gerade beim Lebenslauf viel Mühe geben?

1. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du deinen Lebenslauf öfter brauchen wirsd, als du denkst. Du kannst das Grundgerüst deines Lebenslaufs für künftige Bewerbungen immer erweitern, aktualisieren und in kürzester Zeit anpassen.

2. Der Lebenslauf ist meist das erste Dokument, welches die Personaler anschauen. Hierin sehen sie auf einen Blick deinen bisherigen Werdegang und deine gesammelten Erfahrungen. Auch wenn ein Betrieb deine Kontaktdaten benötigt, wird er in der Bewerbungsphase und für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch immer wieder auf deinen Lebenslauf zurück greifen. Ist dieser optisch ansprechend und übersichtlich gestaltet, gewinnst du hierbei bereits den ersten Eindruck für dich.

3. Bereits beim Erstellen oder Überarbeiten deines Lebenslaufs, kannst du dir Gedanken darüber machen, welche Stationen deines Werdegangs besonders mit der entsprechenden Stellenanzeige harmonieren. Auf diese kannst du dann im Anschreiben detaillierter eingehen.

 

 

Aufbau deines Lebenslaufs

Grundsätzlich sollte dein Lebenslauf immer chronologisch und lückenlos aufgebaut sein.
Also beginnend beim zeitlich frühesten Ereignis bis hin zum derzeitigen Stand, in welchem du dich schulisch oder beruflich befindest, wenn du die Bewerbung abschickst.
Was mache ich bei Lücken im Lebenslauf?

Wenn es Phasen gibt, in welchen du "nichts", also weder schulisch noch beruflich etwas gemacht hast, dann wären dies typische Lücken im Lebenslauf. Hier gibt es aber mehrere Fälle zu unterscheiden:

- Handelt es sich nur um eine Übergangsphase (z. B. vom Schulabschluss bis zum Beginn einer Ausbildung oder eines
  Studiums) -> Zeitraum bis max. 4-5 Monate als Übergangsphase völlig in Ordnung. Dies braucht nicht explizit 
  angegeben werden, wenn es im Gesamtbild als Übergangsphase ersichtlich ist. Lücken über 5 Monate solltest du
  unbedingt im Lebenslauf angeben.
- Wenn die Lücke über eine Übergangsphase hinaus geht, gib den konkreten Grund dafür an (z. B. arbeitssuchend,
  ausbildungssuchend, auf Warteliste für Studienplatz etc.)
- Das Leben besteht nicht nur aus Schule und Arbeit. Hast du einen privaten Grund für eine Lücke im Lebenslauf, dann 
  gib diesen einfach an. Hast du z. B. eine Zeit reisend im Ausland verbracht, warsd sportlich auf Wettkämpfen oder
  wolltest freiberuflich durchstarten und einen Traum verwirklichen, dann gib dies entsprechend einfach mit an.
  Lebenserfahrung ist eine Kompetenz, die nicht erlernt werden kann und gerne gesehen ist.
- Handelt es sich um einen Unfall oder eine längerfristige Erkrankung, dann ist dies natürlch ein nachvollziehbarer
  Grund für einen längeren Ausfall und kann auch angegeben werden. Abzuwägen ist jedoch immer, ob die Erkrankung in
  Konflikt mit der avisierten Stellenanzeige stehen kann.
 

 

Konkreter empfohlener Aufbau deines Lebenslaufs:

  • Vor- und Nachname als Überschrift
     
  • Bewerbungsfoto rechts oben
     
  • Persönliche Daten / Kontaktdaten
    Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Adresse, Telefon, E-Mail Adresse

  • Beruflicher Werdegang
    Praktikas, Ferienjobs, Nebenjobs, Ausbildung, Anstellungen -> Gib alle Betriebe und den Bereich / deine Tätigkeiten an, in welchen du in irgendeiner Form beruflich aktiv warsd.

  • Schulischer Werdegang
    Aufwärts, ab deinem höchsten Bildungsstand. Also dein letzter allgemeiner Abschluss (z. B. Quali, mittlere Reife, Abitur) und - soweit vorhanden - deine aktuellste Qualifikation (z. B. Ausbildung als ___________, Bachelor, Master,...).

  • Qualifikationen
    Sprachkenntnisse: z. B. English Level B2, weitere Sprachen mit Level oder Status (Grundkenntnisse, gut in Wort und Schrift, verhandlungssicher,...)
    Programmiersprachen, Zertifizierungen, Weiterbildungen, Schulungen, Urkunden

  • Hobbies
    Nur angeben, wenn sie für die Stelle relevante Vorteile bringen können (z. B. sportliche Tätigkeiten für Bewerbung als Fitnesstrainer). Ansonsten spielen Hobbies eine eher untergeordnete Rolle für Personaler und werden höchstens im Bewerbungsgespräch zum Kennenlernen kurz angesprochen.
    Handelt es sich jedoch um Tätigkeiten in Vereinen, dann sollen diese unbedingt mitangegeben werden, da diese Engagement und Teamfähigkeit zeigen.

Ausnahme: Du befindest dich gerade in der Schule (z. B. Haupt-, Realschule oder Gymnasium), hast noch keinerlei berufliche Erfahrungen und bewirbst dich für ein Praktikum, eine Ausbildung, einen Job oder Studienplatz. Um den Lebenslauf zu "strecken" kannst du hierbei auch z. B. deine Grundschule, Freizeitaktivitäten, Interessen und Hobbys mit angeben. Dabei geht es mehr um dich als Person, als um deine bisherigen beruflichen Erfahrungen oder Qualifikationen, welche du aufgrund entsprechendem Alter logischer Weise noch nicht haben kannst.
  • Ort und aktuelles Datum am Ende deines Lebenslaufs
     
  • Unterschrift

 

 

Vorlage für deinen tabellarischen Lebenslauf:

 
lebenslauf-seite.de Lebenslauf-Vorlage
 
 
 
 
 

Art des Lebenslaufs

Die wohl gängigste Form ist der tabellarische Lebenslauf (vgl. obige Vorlage). Immer häufiger nehmen Betriebe nur noch digitale Bewerbungen an. Beachte aber auch bei Online-Bewerbungsplattformen trotz Bewerbungsformularen immer, dass du deinen Lebenslauf separat mit angibst. Entweder in entsprechenden Upload-Feldern oder als Anhang.
Sollte bei einem Unternehmen keine gewünschte Bewerbungsart angegeben sein, bietet sich auch ein klassischer ausgedruckter Lebenslauf in einer Bewerbungsmappe an.

Unabhängig von der Art des Lebenslaufs gilt für jede Bewerbung:
Nicht pauschal der "Beste", sondern der "Richtige" wird für das Unternehmen genommen!

Heb dich von der Masse ab und erstelle deinen Online-Lebenslauf als Ersatz des gewöhnlichen Lebenslaufs oder zusätzlich als Blickfang für deine Bewerbung.
 ------> zum Online-Lebenslauf

Häufige zusätzliche Fragen zum Lebenslauf

Grundsätzlich macht ein Bewerbungsfoto deine Bewerbung natürlich immer persönlicher. Gerade bei digitalen Bewerbungen bietet sich der Lebenslauf am besten zur Platzierung des Fotos an. Eher veraltet ist die Verwendung eines Deckblattes mit Passfoto. Wenn die Bewerbung aber z. B. in einer Bewerbungsmappe per Post verschickt wird, dann bietet sich auch ein Deckblatt mit Foto gut an. Immer häufiger gibt es bei reinen Online-Bewerbungen auch den Vermerk, dass aus Gründen der Geleichbehandlung auf ein Foto verzichtet werden soll. Wenn du einen solchen Hinweis angezeigt bekommst, dann lade auch kein Foto mit hoch. Dieses wird nämlich dann häufig von den Personalern unkenntlich gemacht (z. B. geschwärzt), bevor es an die Fachabteilungen weiter gegeben wird. Dadurch wird das Gesamtbild deines Lebenslaufs ungewollt schlechter.

Generell sollten dein Name und deine direkten Kontaktdaten (E-Mail, Telefon) immer mit angegeben werden. Die Firma muss ja für Rückfragen oder eine Einladung zum Vorstellungsgespräch wissen, wie sie dich erreichen kann. Zusätzlich das Geburtsdatum und dein Wohnort gestalten deinen Lebenslauf persönlicher. Weitere Daten kannst du ebenfalls mit angeben, wie du willst. Sollten dich im Bewerbungsformular oder beim Bewerbungsgespräch Dinge gefragt werden, welche dir zu persönlich sind und du nicht angeben möchtest, dann kannst du dich vorab grundsätzlich auch immer am AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) orientieren.

Diese Angabe hat zwei deutliche Vorteile. Zum einen gibt eine Unterschrift allen gedruckten (per Hand), aber auch digitalen Dokumenten (gescannt) immer einen förmlicheren Charakter und anhand Ort und Datum erkennt man sofort, dass du deinen Lebenslauf aktuell genau für diese Bewerbung abgeschickt hast. Außerdem kannst du bei der Gelegenheit der aktuellen Datierung immer nochmal über deinen Lebenslauf drüber lesen und den Stand besser zuordnen, wenn du ihn für eine neue Bewerbung wieder erweiterst oder verschickst.

Lade deinen Lebenslauf unbedingt als PDF-Datei hoch. Dieses Format ist auf sämtlichen Endgeräten unverändert darstellbar. Ersetzend oder ergänzend kannst du auch deinen  Online-Lebenslauf erstellen und deine dabei erhaltene URL bei der Bewerbung mit angeben.

Grundsätzlich gilt n i c h t: umso mehr, umso besser. Allgemeine Qualifikationen, wie Sprachkenntnisse oder bekannte Fortbildungen (z. B. AdA Schein / Ausbildereignung) können immer angegeben werden. Spezielle Qualifikationen oder fachspezifische Zertifikate sollen nur angegeben werden, wenn sie auch nützlich in der Branche für die jeweilige Stelle sind.

Solltest du bereits mehr als eine Arbeitsstelle im Lebenslauf aufweisen, dann ist es optisch ansprechender, wenn du eine Passage mit deiner schulischen Laufbahn (aufsteigend ab deinem höchsten Bildungsabschluss) und einen weiteren Absatz für deine beruflichen Tätigkeiten einpflegst.

Auf jeden Fall (unabhängig von der Fülle deines Werdegangs) zumindest eine DIN A4 Seite. Wenn du nicht genügend Inhalte hast, dann gliedere ggf. in mehr Absätze, verwende größere Abstände oder strecke es mit entsprechenden Formatierungen, dass der Lebenslauf schön in einer Seite liegt. Wenn deine Inhalte nicht auf eine Seite passen, dann kannst du deinen Lebenslauf natürlich auch über weitere Seiten verteilen.

Hast du weitere Fragen oder Anmerkung zum Lebenslauf?

Sende uns einfach eine Mail an info@lebenslauf-seite.de oder nutze das Kontaktformular rechts unten auf dieser Seite.

COLOR de /de/lebenslauf-tipps.html